Die Pilzfibel


Giftige Pilzarten

Bleiweißer Trichterling (Clitocybe cerussata)

IX bis XI, in Wäldern, gern unter Buchen, sehr gesellig.
Hut: 6-8 cm, weiß oder weißlich, Oberhaut fein bereift, wie Waschleder.
Stiel: etwa 5 cm lang, ziemlich kräftig, weiß.
Blätter: weißlich, engstehend.
Geschmack: kratzend.

Vorsicht giftig!


Brauner Fliegenpilz (Amanita regalis)

VII bis XI, Bergfichtenwald.
Hut: bis 15 cm, umbrabraun.
Stiel: bis 15 cm lang, weiß, gelblich, mit warzig gegürtelter Knolle.
Blätter: weiß, weich, engstehend.
Manschette: ungerieft.
Fleisch: unter der Huthaut leuchtend gelb.
Verwechslung: Perlpilz und Grauer Wulstling haben geriefte Manschette und kein braungelbes Fleisch unter der Huthaut.

Vorsicht giftig!


Feldtrichterling (Clitocybe dealbata)

IX bis XI, auf Wiesen und an grasigen Stellen, häufig.
Hut: 2-5 cm, flach trichterförmig, weiß, Rand unregelmäßig wellig.
Stiel: ziemlich kurz, dünn, weißlich.      
Blätter: etwas herablaufend, weißlich.
Geruch: unangenehm.
Geschmack: mild.

Vorsicht stark giftig!


Fliegenpilz (Amanita muscaria)

VIII bis X, in Laub- und Nadelwäldern, gern unter Birken, häufig.
Hut: bis 20 cm, scharlach bis orangegelb, mit weißen, nach Regen abgewaschenen Flocken.
Stiel: bis 20 cm lang, weiß, gelblich, mit warzig gegürtelter Knolle.
Blätter: weiß, weich, engstehend.
Manschette: ungerieft.
Fleisch: unter der Huthaut leuchtend gelb.

Bekanntester Giftpilz!


Frühlingslorchel (Gyromitra esculenta)

Mitte III bis Mitte V, in sandigen Kiefernwäldern, gern in Jungholz und Schonungen, häufig.
Hut: 3-13 cm groß, unregelmäßig, gekröseartig wulstig gewunden, hellrotbraun bis dunkelbraun, innen gekammert hohl, verwachsen mit dem Stiel.
Stiel: kurzen, grubigen, weißlich.
Fleisch: brüchig.
Geruch: gut.
Geschmack: angenehm würzig.
Verwechslung: eßbare Morcheln haben grubigzelligen Hut.

Vorsicht stark giftig!


Gallenröhrling, Bitterpilz (Tylopilus felleus)

VII bis X, besonders in Nadelwäldern auf sauren Böden, häufig.
Hut: 6-12 cm, dickfleischig, hell- bis mittelbraun, trocken.
Stiel: bis 10 cm lang, keulig, hellbraun, mit grobem, dunklem Netz.
Röhren: jung weiß, später graurosa, im Alter nach unten gewölbt.
Poren: weit.
Fleisch: weiß und fest.
Geschmack: gallebitter.
Wert: Ungenießbar.
Verwechslung: Der Steinpilz hat gelbgrüne Röhren und helles Stielnetz. Am sichersten ist die Geschmacksprobe!


Grüner Knollenblätterpilz (Amanita phalloides)

VII bis X, in Laubwäldern, besonders unter Eichen, zerstreut.
Hut: bis 12 cm, hell- bis dunkelolivgrün, auch gelbgrün, matt glänzend, mit eingewachsenen Fasern. Jung eiförmig, weiß; später platzt die weiße Eihülle, der Pilz streckt sich; am knolligen Stielgrund bleibt die Hülle als weichlappige Scheide zurück.
Stiel: bis 12 cm lang, schlank, weiß, grün genattert, mit hängender Maschette.
Blätter: bleibend weiß, weich.
Fleisch: weiß.
Geruch: jung gut, später unangenehm süßlich.
Wert: Ungenießbar.
Die weiße Form ist reinweiß, kleiner und dünnfleischiger. Der kegelhütige Knollenblätterpilz ist ebenfalls weiß mit kegeligem bis glockigem Hut.

Gefährlichster Giftpilz!


Grünling (Tricholoma flavovirens = Tr. equestre)

X bis XI, vor allem in sandigen Kiefernwäldern, häufig.
Hut: 5-10 cm, gelb- bis olivbraun, klebrig.
Stiel: 4-7 cm lang, oft tief im Boden steckend, zylindrisch, gelb.
Blätter: blaß- bis schwefelgelb, eng, am Stiel ausgebuchtet angewachsen.
Fleisch: hellgelb, fest.
Geruch: schwach mehlartig.
Geschmack: kernig-gut.
Wert: basierend auf eine Untersuchung im New England Magazin of Medicine (12 Vergiftungsfälle, 3 mit tödlichem Ausgang in den Jahren 1992 - 2000 ) wird vor dem Verzehr gewarnt.
Verwechslung: Der leicht giftige Schwefelritterling stinkt stark leuchtgasartig und hat dunkelgelbes Fleisch.


Kahler Krempling (Paxillus involutus)

VI bis XI, in Wäldern, Parkanlagen, Gärten, gern unter Birken, gemein.
Hut: 6-12 cm, wenig dick, flach gewölbt. Mitte alt vertieft, Rand jung stark eingerollt, gelbbraun, olivbraun, jung feinfilzig, später kahl, feucht schmierig.
Blätter: heller als der Hut, bei Druck braun fleckend, weit am Stiel herablaufend.
Fleisch: blaßgelb, weichsaftig.
Geruch: obstartig.
Geschmack: säuerlich.
Wert: Roh und zu kurz zubereitet stark giftig . Sollte ganz gemieden werden, da auch nach 25 Minuten Kochzeit nicht immer bekömmlich.


Pantherpilz (Amanita pantherina)

VII bis X, in Nadel- und Laubwäldern, sehr zerstreut.
Hut: bis 10 cm breit, gelbbraun bis graubraun mit weißen Flöckchen, Rand gerieft.
Stiel: 6-10 cm lang, mit zarter, ungeriefter Manschette.
Knolle: deutlich gerandet-abgesetzt.
Blätter: weiß, weich.   
Fleisch:
zart.
Geruch: leicht rettigartig. 
Geschmack:
mild.
Wert: Ungenießbar.
Verwechslung: Grauer Wulstling und Perlpilz haben andere Knolle und geriefte Manschette, letzterer zeigt auch rötliche Färbungen!


Vorsicht sehr giftig!


Seidiger Rißpilz, Erdblättriger Rißpilz (Inocybe geophylla)

VI bis X, sehr häufig.
Hut: etwa 3 cm, dünn, kegelig, später gebuckelt, weiß oder violett, seidig gefasert.
Stiel: dünn, wie der Hut gefärbt.
Blätter: zuerst blaß, später graubraun.
Fleisch: weiß, spermatisch riechend.

Vorsicht giftig!


Ziegelroter Rißpilz, Mairißpilz (Inocybe patouillardii)

VI bis VII, in Laubwäldern und Parkanlagen, kalkliebend.
Hut: 5-8 cm, dünnfleischig, stumpfkegelig, jung weiß, dann ockerfarben, alt rötend, radialfaserig, vom Rand her gespalten.
Stiel: 5-8 cm lang, weiß, später rötend.
Blätter: jung blaß, zuletzt olivbraun.
Geruch: obstähnlich.
Geschmack: mild.
Verwechslung: Junge Maipilze und Champignons sind nicht spitzkeglig und röten alt nicht

Vorsicht sehr giftig!


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