Die Pilzfibel


Hinweise für Sammler

  1. Sammle nur Pilze, die du genau kennst! Laß unbekannte Pilze stehen! Zertritt sie nicht und stoße sie nicht um!
  2. Sammle Pilze nur in festen Behältern! Als solche eignen sich Körbe und stabile Plastbehälter mit gitterartig durchbrochenden Wänden. In Rucksäcken, Taschen und Beuteln werden Pilze gedrückt, schwitzen und verderben sehr rasch.
  3. Sammle nur junge und festfleischige Pilze! Die alten laß' stehen zum Aussporen für den Nachwuchs. Sammle auch keine durchnäßten Pilze. Sie sind wenig haltbar.
  4. Drehe die Pilze leicht aus dem Boden. Verschiedene Arten lassen sich gut an den unteren Stielenden erkennen. Lediglich an Holz wachsende Pilze werden abgeschnitten.
  5. Wühle beim Sammeln nicht die Laubschicht um, zerstöre die Moosdecke nicht. Du schadest dem Wald und der im Boden lebenden Pilzpflanze mehr, als du glaubst.
  6. Säubere die Pilze an Ort und Stelle. Sie verschmutzen sich dann nicht gegenseitig. Kontrolliere Stielbasis und Hutmitte auf Madenbefall und entferne stark vermadete Teile.
  7. Nimm in Zweifelsfällen zum Erkennen eines Pilzes ruhig Nase und Zunge zu Hilfe. Kleine Kostproben schaden nicht, wenn sie wieder ausgespuckt werden. Präge dir jedoch vor dem Kosten die gefährlichsten Giftpilze (Grüner Knollenblätterpilz, Fliegenpilz, Brauner Fliegenpilz, Pantherpilz, Ziegelroter Risspilz, Seidiger Risspilz, Kahler Krempling, Feldtrichterling, Bleiweißer Trichterling, Frühlingslorchel) fest ein und probiere sie nicht.
  8. Laß dich keinesfalls von unbekannten Leuten beraten, die angeblich alle Pilze kennen. Ihr Rat ist meistens Falsch!
  9. Glaube nicht an sogenannte "Regeln" zur Bewertung von Pilzen. Verfärbung von Schnitt- und Bruchstellen, Geruch, Geschmack, Schnecken- und Madenfraß und die Verfärbung mitgekochter Zwiebeln und silberner Löffel sind keine Beweise für Eßbar- oder Giftigkeit.

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